25. November 2014

Analog Kameras - Übersicht und Empfehlung für Anfänger

Hallo alle zusammen und herzlich Willkommen,

mich fragen immer öfter Leute welche unserer Kameras denn am besten für Anfänger geeignet wäre. Naja die se Fragen sollten eigentlich ja die Reviews beantworten, die wir schon seit Ewigkeiten zu schreiben gedenken aber wie kommen da irgend wie nicht voran.

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Aber dafür schreiben wir hier eine kleine Kurzübersicht mit unseren Empfehlungen und kurzen Notizen.


Rollei 35

Rollei 35
Diese Kamera hat von uns bereits ein recht langes kurz Review bekommen und ist für Anfänger in der analogen Fotografie jetzt nicht die beste Wahl. Das gute Stück ist nämlich meist noch relativ teuer und hilf einem meist einfach mal gar nicht bei den Einstellungen, sogar die Entfernung muss man selber messen und der Lichtmesser ist bei den meisten Modellen kaputt. Dafür ist sie extrem klein und sehr hochwertig.

Eignung für Anfänger: Klares Nein

Besser geeignet für: Die Hosentasche von Vortgeschrittenen


Canon Av-1

Canon Av-1
Da es sich hier um eine Spiegelreflexkamera handelt, hat man mit der Entfernungssinstelung schon mal keine Probleme, der Schnittbildindikator ist leicht zu verstehen und sollte kaum einem von euch Probleme machen. Auch eine Halbautomatik hilft dem Einsteiger enorm, auch wenn man sich merken muss, dass man nicht abdrücken darf, wenn die Kamera eine Verschlusszeit unter der Brennweite des Objektives wählt. Die Kamera ist meist günstig zu bekommen, hat aber den Hacken, dass man die Verschlusszeit nicht selber einstellen kann, was fortgeschrittene Analog Fotografen später stören wird. Für genauere Informationen könnt ihr das Review lesen.

Eignung für Anfänger: eher Ja

Besser geeignet für: Spaarfüchse ohne weitere Ambitionen


Praktica MTL3

Praktica MTL3
Auch hier existier bereits ein Review und auch hier hilft euch ein Schnittbildindikator bei der Entfernungseinstellung, jedoch ist die Mattscheibe im Vergleich zu den anderen Kameras eher unscharf besonders zum Rand hin. Auch die Lichtmessung gestaltet sich eher fummelig, denn ihr Abblendtaster ist zwar eine gute Idee aber man braucht unglaublich lange, bis man sich an ihn gewöhnt hat. Dafür ist sie meist sehr günstig zu haben und durch ihren M42 Anschluss hat man eine große Auswahl an Objektiven.

Eignung für Anfänger: eher Nein

Besser geeignet für: Nostalgiker mit DDR Fimmel und Hipster


Canon AE-1 Program

Canon AE-1 Program
Hier haben wir die erste gut für Anfänger geeignete Kamera, die AE-1 mit dem "Program" im Namen, besitzt eine komfortable Programmautomatik, wo durch man sich nicht mehr um Blende und Zeit kümmern muss. Allerdings schaltet die Kamera nur feste Kombinationen durch, die meist einen eher langweiligen Bildlook kreieren und außerdem lichtstarke Objektive nicht ganz ausreizt. Allerdings kann man die Kamera auch halbautomatisch als Blendenautomaten benutzen oder in den Manuellen Modus wechseln. Bei letzterem muss man allerdings lernen die nun zweckentfremdete Anzeige im Sucher richtig auszulesen.

Eignung für Anfänger: Ja

Auch geeignet für: Fortgeschrittene mit faulen Phasen


DiY TLR

DiY TLR ( Recesky Klon )
Einerseits besitzt der Recesky Clone praktisch nur einen Knopf anderseits muss man das gute Stück von Hand zusammen bauen. Was ich damit sagen will ist, dass ihre Bedienung, dank Lichtschachtsucher und fester Verschlusszeit, eigentlich kein Problem ist aber durch das Zusammenbauen und noch viel wichtiger das nötige Justieren, ist sie leider nicht so gut für Anfänger geeignet. Auch den schwierigen Filmtransport und das zurückspulen würde ich einem Anfänger nicht antun.

Eignung für Anfänger: Nein

Besser geeignet für: Experimentierfreudige mit ruhigen Nerven


Kodak Vollenda 620


Kodak Vollenda 620
Hier wird es wieder Manuell und zwar so stark, dass man sogar die Entfernung selber schätzen oder extern messen muss. Und nicht nur das, hier wird auch noch zum ersten mal in unsere Liste das Farming, also die genaue Bestimmung das Bildrandes, zum Problem, denn der kleine Spiegelsucher ist nicht so präzise wie er auf den ersten Blick wirkt und der Rahmensucher, der nur aus einem Stück Blech besteht, ist in keinem Fall besser. Hier muss man also großzügig Platz am Bildrand lassen uns später am fertigen Bild bescheiden. Auch der voll manuelle Filmtrasport und die Tatsche, dass sich nach dem Spannen nicht mehr alle Zeiten benutzen lassen, sind keine guten Eigenschaften für ein Einstigermodell. Dafür passt sie eingeklappt in fast jede Hosentasche.


Eignung für Anfänger: klares Nein

Besser geeignet für: Nostalgiker und Hipster mit genug Zeit


Ricoh XR-F


Ricoh XR-F
Sie hat zwar keine Programmautomatik, wie die Canon oben, dafür hilft sie aber beim Scharfstellen, hat man das Objekt in der Mitte des Bildes perfekt scharf gestellt, also die Entfernung darauf justiert, erscheint ein grüner Punkt im Sucher. Daneben handelt es sich bei der XR-F um einen Zeitautomaten wie die Canon Av-1 auch einer ist. Man muss sich also nur merken, dass man keine Verschlusszeit unter der Objektivbrennweite wählen darf und alles ist gut. Da die Ricoh im Gegensatz zur Av-1 jedoch über ein Belichtungskorrekturrad verfügt, ist sie nicht mehr ganz so Fortgeschrittenen feindlich wie die diese. Dafür sieht die XR-F mit ihrem schwarzen Plastikgehäuse nicht so gut aus wie andere Kameras ihrer Zeit.


Eignung für Anfänger: Ja

Auch geeignet für: Leute die ohne M Modus leben können


Ihagee Exa 1b


Ihagee Exa 1b
Hier kommt die eierlegende Wollmilchsau. Die Exa wurde zwar schon damals als Anfängerkamera verkauft, ist jedoch in der Lange ihren Sucher zu wechseln, was damals nur die absoluten Profi Modelle konnten. Aber ist das gute Stück auch heute noch für Einsteiger geeignet? Da bin ich mir nicht ganz sicher, denn einerseits kann man mit dem Lichtschachtsucher recht komfortabel auf verschiedenen Entfernungen scharfstellen wenn man genug Zeit und Ruhe hat, andererseit, kann sie nicht selbstständig Lichtmessen und man benötigt einen Belichtungsmesser. Hat man diese jedoch einmal zur Hand so ist das Ermitteln der richtigen Blende nicht mehr ganz so schwer, denn die Kamera hat mit 125 und 60 eh nur zwei brauchbare Zeiten. Da ich mir nicht ganz sicher bin sage ich einfach mal "eher Nein" und schiebe es auf die Mechanik, diese ist nicht nur sehr grob zum Film, sondern auch macht die Exa auch schwer zu laden.


Eignung für Anfänger: eher Nein

Auch geeignet für: Einstiger in die Lichtschachtfotografie


Zenit-E


Zenit E
Die Kamera an sich ist zwar rein Manuell aber da sie einen fest eingebauten Belichtungsmesser mit sich herum trägt sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Man liest also das Messgerät auf der Oberseite der Kamera ab, während man diese in Bauchhöhe hält und stellt dann die abgelesenen Werte an Objektiv und Kamera ein. Das ganze dauert natürlich immer etwas und unterscheidet sich kaum von der Arbeit mit einem separaten Belichtungsmesser. Einerseits lernt man daraus für spätere Kameras aber andererseits muss man schon ein bisschen was bissen, um einen Belichtungsmesser ablesen zu können. Auch das Scharfstellen kann zu Problemen führen, denn der Sucher der meisten Zenit-E Modelle besitzt keine Einstellhilfen, fokussiert wird also nach Augenmaß und das will gekonnt sein.


Eignung für Anfänger: eher Nein

Besser geeignet für: Puristische Nostalgiker, die Belis ablesen können


Zenit-ET

Da sich diese nur in eher unwichtigen Details von der Zenit-E unterscheiden und ich mein Exemplar verkauft habe hoffe ich, dass es verzeibar ist, wenn diese hier fehlt.


Ricoh KR-10 Super


Ricoh Kr-10 Super
Dies Kamera ähnelt der XR-F nicht nur äußerlich, die beiden sind auch technisch eng miteinander verwandt. Jedoch fehlt der KR-10s die Fähigkeit einem elektronisch bei der Scharfstellung zu helfen aber dass kann man auch mit dem Schnittbildindikator. Die KR hat jedoch den großen Vorteil, dass sie trotz Zeitautomatik einen wahlweise auch die Zeiten selber aussuchen lässt und damit über einen Manuellen Modus verfügt, auf den man später als Fortgeschrittener angewiesen sein wird. Ein kleines Manko ist jedoch die Zeitanzeige im Sucher, diese ist nämlich im Vergleich zur XR-F bei annähernder Dunkelheit nur schwer bis gar nicht ablesbar und das kann einem schon mal das ein oder andere Bild unnötig schwer machen. Die originale KR-10 Super kommt natürlich nicht mit Leomuster und pinkem Schriftzug.


Eignung für Anfänger: Ja ( im Hellen )

Auch geeignet für: Fortgeschrittene ( im Hellen )


Canon T-70


Canon T-70
Hier wird es das erste mal richtig Anfänger freundlich, denn die T-70 bietet einem nicht nur eine Prorammautomatik sondern gleich 3, je eine für Weitwinkel-, Tele- und Normalobjektive. Damit reizt sie die Lichtstärke aller Objektivgruppen viel effizienter aus, als noch die AE-1 Program. Die T-70 verfügt außerdem noch über Blendenautomatik und lässt sich auch im manuellen Modus bedienen, letzerer ist von den Tasten her aber etwas fummelig. Für Leute mit wachsenden Ansprüchen bietet die T-70 außerdem noch Spotmessung. Diese Kamera ist also für alle, vom Einsteiger bis zum Fortgeschrittenen, sehr gut geeignet und zudem meist noch sehr günstig zu haben. Allein ihr Design schreckt viele Leute ab.


Eignung für Anfänger: klares Ja

Auch geeignet für: Alle die keine VHS Ära Phobie haben


Agfa Synchro Box


Agfa Synchro Box
Kann eine Kamera Einsteiger feindlich sein, die nur drei Knöpfe hat? Im Fall der Synchrobox definitiv ja, denn das Zielen mit den beiden Suchern ist gar nicht so einfach. Ich selber hat jeden Schuss mit der Box so dermaßen verframt, dass ich euch die Resultete bis heute nicht gezeigt habe, man muss also noch mal ein ganzes Stück großzügiger fotografieren, also mit der Vollenda. Darüber hinaus ist die Box nicht sonderlich schwer zu verstehen, denn man hat nur drei Einstellungen und zwar sonnig, wolkig und Landschaft. Zu erwähnen wäre noch der nicht blockierbare Auslöser, den man schon mal schnell versehentlich betätigt, wenn man versucht, die Boy in der eigenen Kameratasche unterzubringen.


Eignung für Anfänger: eher Nein

Besser geeignet für: Nostalgiker die eine besondere Herausforderung suchen


Seagull 4A103


Seagull 4A103
Nur die wenigsten doppeläugigen Kameras bringen ihre eigenen Belichtungsmessung mit und da es sich bei der Seagull um eine der günstigeren Modelle handelt, hat dieser leider keinen an Bord. Also müsst ihr euch leider einen externen Belichtungsmesser zulegen und zudem auch lernen wie man diesen abließt. Habt ihr dies aber einmal gelernt hilft euch die 4A103 schon mal beim Spulen und beim Fokussieren, denn ersteres erledigt die Kamera für euch und zweitens verfügt das gute Stück über einen Schnittbildindikator auf der Mattscheibe, allerdings müsst ihr ein Auge geschlossen halten, damit dieser richtig funktioniert. Ich gebe ihr zwar ein "eher Ja" aber nur, weil ich es unfair finde von einer TLR den gleichen Komfort zu verlangen wie von einer Spiegelrefelx.


Eignung für Anfänger: eher Ja ( für eine doppeläugige Kamera )

Auch geeignet für: Alle die eine günstige doppeläugige Kamera suchen.


Zenit TTL


Zenit TTL
Ehrlich gesagt, hat meine TTL nie wirklich korrekt funktioniert, was aber nur am Zustand meines Modells lag, denn wir ihr sicher wisst, hat mein Exemplar vor gut einem Monat den Geist aufgegeben und fungiert jetzt nur noch als Briefbeschwerer. Dabei kann ich mir ganz gut vorstellen, dass eine funktionierende Zenit TTL eine ganz feine Sachen sein kann. Obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass ihr kombinierten Auslöser / Abblender für Anfänger eine praktische Sache ist. Drückt man den Auslöser halb herunter, blendet die TTL ab und zeigt einem per Nadel im Sucher die erwartete Belichtung an. Das erinnert zwar sehr an heutige Kameras aber man hat einfach zu schnell versehentlich zu feste gerückt und ein Bild gemacht bevor man es wollte.


Eignung für Anfänger: eher Nein

Besser geeignet für: Nostalgiker mit ruhigen Fingern


Canon A-1


Canon A-1
Da man hier die freie Auswahl zwischen vielen verschiedenen Modi hat, kann ich diese Kamera so gut wie jedem empfehlen, der sich nicht von den vielen Knöpfen verwirren lässt. Neben dem für ambitionierte essenziellen Manuellen Modus, bietet die A-1 neben Zeit- 'und Blendenautomatik auch noch deine für Anfänger sehr praktische Programmautomatik. Leider ist diese, wie bei der Ae-1 Program auch, nicht dynamisch und nutzt lichtstarke Objektive nicht immer voll aus. Ein kleiner Hacken sind allerdings die vielen Knöpfe, diese können schon mal etwas Verwirrung stiften und ein versehentlich umgelegter Schalter sorgt schon mal dafür, dass man im Sucher keine Anzeigen mehr bekommt. Auch wenn die A-1 keine drei Automatiken zu bieten hat wie die T-70 so hat sie doch den Vorteil, dass sie einem im Sucher mehr Informationen anzeigt, so kann man Blende 'und Verschlusszeit im Sucher ablesen.


Eignung für Anfänger: Ja

Auch geeignet für: Alle


Nikon F mit Photomic FTn


Nikon F ( Photomic FTn )
Die Nikon F ist eine Legende aus der Frühzeit der Spiegelreflexfotografie und genau da liegt das Problem, denn sie ist schwer, teuer und für heutige Verhältnisse eher unkomfortabel. Eine mit dem Photomic FTn Sucher ausgestattete F verfügt jedoch bereits über eine manuelle Nachführmessung und zwar im Gegensatz zu MTL3 oder Zenit TTL ohne abblenden zu müssen. Man kann also immer bei offenster Blende und hellem Sucher scharfstellen. Zudem zeigt einem die Kamera die gewählte Verschlusszeit im Sucher an, was sehr praktisch sein kann. Weniger praktisch sind der Objektivwelchsel und das Nachladen, bei ersterem muss man nämlich jedes mal den Sucher auf das neue Objektiv eichen in dem man einmal das ganze Blendenspektrum "abfährt", das Nachladen gestaltet sich schwierig, weil sich beim Öffnen der Kamera immer die ganze Rückwand löst. Dafür hat die Kamera aber natürlich eine sehr gute Qualität - Eine Nikon zwei Weltkriege.


Eignung für Anfänger: Nein

Besser geeignet für: Alle die mal eine echte Pressekamera besitzen möchten


Billy Record


Agfa Billy Record
Diese Kamera unterscheidet sich kaum von der Kodak Vollenda auch wenn ihr Steinheil Objektiv natürlich eine bessere Qualität liefern sollte. Da bei meinem Exemplar scheinbar leider der Sucher abmontiert wurde, kann ich nicht sagen ob dort sonst ein spartanischer Blechramensucher oder eine etwas bessere Newtonsucher sitzt. Unterm Strich handelt es sich jedoch mal wieder um eine Kamera die einem bei nichts hilft, sogar die Entfernung muss man hier selber abschätzen oder extern messen. Einen kleinen Vorteil hat die Agfa jedoch gegenüber der Kodak, sie besitzt einen Auslöser am Gehäuse, so muss man nicht immer mit dem Finger so weit vorgreifen, auch gibt die Kamera diesen erst wieder frei, wenn man ein wenig gespult hat, die Gefahr von unbeabsichtigten Doppelbelichtungen sinkt also, wie weit man spulen muss, muss man jedoch nach wie vor hinten am Gehäuse ablesen.


Eignung für Anfänger: klares Nein

Besser geeignet für: Nostalgiker und Hipster mit Zeit


Canon EF


Canon EF
Wie alle Kameras die vom Flohmarkt stammen, funktioniert meine EF nicht so wie eine EF funktionieren sollte aber ich weiß aus ihrer Anleitung recht gut was eine echte EF so drauf hat. Ein tadelloses Modell verfügt über eine Blendenautomatik und zeit einem gleichzeitig die gewählte Verschlusszeit im Sucher an. Ich bin zwar der Meinung, dass eine Zeitautomatik besser zu Anfängern passt aber wenn einen der Sucher vor den Kritischen Zeiten warnt, sehe ich hier kein Problem. Leider und das ist auch schon der einzige hacken, ist die EF eher selten und meist recht teuer, dafür bekommt man aber auch eine stabile Konstruktion.


Eignung für Anfänger: eher Ja

Auch geeignet für: Anspruchsvolle Freunde von Blendenautomaten


Praktica Super TL


Praktica Super TL
Unter Strich unterscheidet sich die Kamera, die im Original natürlich nicht in Leoplüsch kommt, eher wenig von der MTL3 der gleichen Firma. Hauptsächlich das Design und der fehlende Zeitauslöser unterscheiden sie von der MTL3. Aber auch den Abblendtaster gibt es so bei der sTL nicht, der Abblendmechanismus ist, wie bei der Zenit TTL, in den Auslöser integriert und auch hier macht man schon mal ein ungewolltes Foto beim Messen. Allerdings wurde das Problem erkannt und so verfügt die Super TL über eine separate, etwas überdimensionierte, Abblendtaste. Dafür ist sie eines der günstigsten Modelle der Praktica Reihe.


Eignung für Anfänger: eher Nein

Eher geeignet für: Nostalgiker mit kleinem Geldbeutel


Zorki 4


Zorki 4
Diese Kamera mit der kyrillischen Beschriftung ist ein beinahe direkter Nachbau der Leica Messucherkamera und damit so ganz anders als die ganzen Spiegelreflexkameras hier. Das Sucherbild dieser Kamera ist durchgehend scharf, zum fokussieren bringt man ein grünliches Doppelbild mit dem gewünschten Objekt auf Deckung. Ob man so besser oder einfacher scharfstellen kann, muss jeder für sich persönlich beantworten. Leider war das dann auch schon alles an Hilfe, denn die Zorki in der Version 4 kann nicht selbstständig Lichtmessen und so ist man auf einem Belichtungsmesser und die Fähigkeit diesen abzulesen angewiesen, was die Kamera in meinen Augen als Anfängerknipse disqualifiziert. Ansonsten bekommt man mit der Zorki 4 eine durchaus solide Kamera, wenn man denn eine gut erhaltenes Exemplar erwischt und nicht wie ich an ein Modell gerät, welches den Film nicht selbstständig zurückspulen kann.


Eignung für Anfänger: Nein

Eher geeignet für: Leica Nostalgiker ohne Leica


Canon AE-1


Canon AE-1
Nein hier zähle ich keine Kamera doppelt auf, denn Canon AE-1 Program und AE-1 ohne Program sind doch tatsächlich zwei verschiedenen Modelle. Dabei ist es jedoch nicht so, dass die Ae-1p nur eine Ae-1 mit zusätzlichem Program Modus wäre, viel eher ist die Ae-1 eine eigene Kamera, wohingegen es sich bei der Ae-1p um eine abgespeckte A-1 handelt. ich hoffe das war jetzt nicht zu verwirrend. Die Ae-1 ist ein Blendenautomat, den man auch manuell bedienen kann, darüber hinaus ist sie meist recht komfortabel zu bedienen und bekannterweise natürlich Kult. Nur die Iso Einstellung ist etwas fummelig, dies stört beim einmaligen Einstellen auf die Filmempfindlichkeit zwar nicht aber zur Belichtungskorrektur ist das Rad unter dem Rad eher ungeeignet, man muss also zum Korrigieren in den M Modus wechseln, was man praktischerweise allerdings direkt am Objektiv tun kann.


Eignung für Anfänger: eher Ja

Eher geeignet für: Hipster und Freunde von Blendenautomaten


Nikkormat EL


Nikkormat EL
Leider eine etwas seltene Erscheinung auf dem deutschen Markt und aus diesem Grund auch nicht immer ganz billig. Trotz seines eher klassischen Looks ist der Nikkormat im inneren eine recht moderne Kamera mit Zeitautomatik und der zusätzlichen Möglichkeit die Zeit selbst zu bestimmen. Damit ähnelt sie zwar der Kr-10 Super aber in der Praksis funktioniert das System beim Nikkormaten um einigen besser, denn die bewegliche Nadel im Sucher ist auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch recht gut auszumachen. Aktiviert man den Manuellen Modus, so wird die gewählte Zeit im Sucher grün markiert, während die Nadel nachwievor auf die von der Kamera ermittelte Zeit zeigt, eine sehr praktische Einrichtung wie ich finde. Das einzige Manko an der Kamera ist der Objektivwechsel, die Objektive lassen sich nur anbringen, wenn sie auf Blede 5.6 eingestellt sind und man anschließend noch, wie bei der Nikon F, einmal den Blendenring des Objektivs auf Anschlag und zurück dreht.


Eignung für Anfänger: Ja

Auch geeignet für: Alle anderen


La Sardina


La Sardina
Wie die DiY TLR auch ahndelt es sich hier um eine Spielzeugkamera, die eine ganz besondere art von Bildern produziert. Da man sie aber im vergleich zur Selbstzusammenbaukamera nicht selbst zusammenbauen muss und sie überdies noch einige andere Komfortfunktionen bietet, bekommt sie von mir ein "eher Ja". Die Sardinenbüchse spult den Film nur solange vor, bis der Film in Position ist und stoppt dann selbstständig. Außerdem zählt sie sogar mit und sagt einem so, wann es Zeit ist zurück zu spulen. Auch schützt sie den Film vor unbeabsichtigten Doppelbelichtungen, durch einen extra Hebel für selbige. Der einzige Hacken an der Sache ist der Preis, denn neu ist das gute Stück, in meinen Augen, etwas zu teuer. Dafür bekommt man sie aber auch immer wieder gebraucht zu einem besseren Preis. Wenn man sich merkt, dass man bei Lampenlicht und nach Sonnenuntergang keine Fotos mehr machen sollte, sollte man auch keine verdorbenen Bilder bekommen. Im übrigen muss man dank des, mit 22mm extrem weitwinkeligen ,Objektiv auch kaum fokussieren in der Grundeinstellung ist eh immer alles von 2 Metern bis Unendlich im Fokus.


Eignung für Anfänger: Ja

Auch geeignet für: Freunde der Lomography


Asahi Pentax Sportmatic


Ashai Pentax Sportmatic
Absoluter Kult und eine der wenigen Japankameras mit dem Urdeutschen M42 Schraubgewinde. Leider handelt es sich hier mal wieder um eine rein manuelle Kamera, die zum Lichtmessen abblenden muss aber im Gegensatz zur fummeligen Abblendtaster der MTL3 und dem unberechenbaren Halbdurchdrückabzug der Zenit TTL, verwendet die Sportmatic einfach einen Schalter und dieser ist um einigen einfacher zu verstehen und sicherer. Man stellt erst auf das gewünschte Objekt schaft, legt den Schalter um,korrigiert nach Bedarf Blende und Zeit und drückt ab. Natürlich muss man auch hier ein bisschen was wissen und zumindest die schädlichen Einstellungen kennen aber es geht einfacher von der Hand als bei den anderen Modellen. Darüberhinaus ist diese Pentax eine hervorragend Verarbeitete und recht orthodox zu bedienende Spiegelreflexkamera mit einem sehr scharfen Sucherbild, in dem allerdings kein Schnittbild Indikator sitzt, sondern eine art zwei Achsen Mischbild mit dem man erstmal zurechtkommen muss. Auch etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass man auf dem Zeitenrad von 1000 direkt auf B überschalten kann, worauf der Lichtmesser schon mal komisches Zeug anzeigt, also nicht erschrecken.


Eignung für Anfänger: fast Ja

Besser geeignet für: Leute welche den M Modus bereits beherrschen


So das wars, ich hoffe ich konnte euch helfen.

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